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Rauchen - Risiken für die Schwangerschaft

Die meisten Frauen wissen, dass Rauchen in der Schwangerschaft das ungeborene Kind schwer belastet. Viele werdende Mütter hören deshalb auf oder schränken zumindest den Zigarettenkonsum stark ein, sobald sie erfahren, dass sie ein Kind erwarten. Leider hält die Sucht nach dem blauen Dunst manche Raucherinnen derart fest im Griff, dass sie auch in dieser Situation nicht in der Lage sind, das Rauchen aufzugeben. Jede fünfte Schwangere raucht weiter und setzt damit ihr ungeborenes Kind beträchtlichen Gefahren aus. Es wächst nämlich mit jeder einzelnen Zigarette das Risiko für das Baby, in seiner Entwicklung beeinträchtigt und gesundheitlich geschädigt zu werden. Darauf weist die Stiftung Kindergesundheit mit großem Nachdruck hin.

 

„Wenn eine werdende Mutter weiter raucht, raucht sie für zwei!“, konstatiert Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der in München beheimateten Stiftung Kindergesundheit. „Die im Zigarettenrauch enthaltenen Giftstoffe reichen von Kohlenmonoxyd und Stickoxyden über Blausäure, Ammoniak und Schwefelwasserstoff bis zu Teer und Kadmium. Durch sie werden Wachstum und Entwicklung des Babys nachhaltig beeinträchtigt“.

 

 

Das Kind kommt zu früh und zu schwach zur Welt

Weltweite Studien haben in den letzten Jahren folgende Nachteile des Rauchens für das Ungeborene im Mutterleib eindeutig belegen können:

  • Nikotin verengt die Gefäße und verringert auch die Durchblutung des Mutterkuchens (Plazenta). Das hochgiftige Kohlenmonoxyd verdrängt den Sauerstoff aus den roten Blutkörperchen – das Kind leidet unter einem chronischen Sauerstoffmangel.
  • Als Folge der schlechten Durchblutung der Plazenta erhält das Ungeborene auch weniger Nährstoffe. Es wächst deshalb langsamer. Bei Babys rauchender Schwangerer wird besonders häufig ein kleinerer Kopfumfang und vermindertes Längenwachstum registriert. Das Gewichtsdefizit kann bis zu 300 Gramm betragen. Jungen sind dabei von der intrauterinen Wachstumsretardierung signifikant häufiger und in stärkerem Maße betroffen als Mädchen.
  • Als besonders giftige Komponente des Tabakrauchs gilt Kadmium. Die Konzentration dieses Schwermetalls steigt mit jeder gerauchten Zigarette sowohl im Blut der Mutter, als auch im Nabelschnurblut deutlich an.
  • Rauchende Mütter erleiden häufiger eine Fehlgeburt als Nichtraucherinnen. Ihr Risiko für vorzeitige Blutungen, einen ungünstigen Sitz der Plazenta in der Gebärmutter („Vorfall“), für einen vorzeitigen Blasensprung und auch für Frühgeburten ist erhöht.
  • Das Rauchen in der Schwangerschaft fördert auch die Allergieanfälligkeit des Kindes. Bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchen, treten Ekzeme und Asthma zwei- bis fünfmal häufiger auf als bei nicht rauchenden Müttern.
  • Das Risiko für den gefürchteten plötzlichen Säuglingstod (SIDS)wird durch das Rauchen während derSchwangerschaft deutlich erhöht. Bei einem täglichen Konsum der werdenden Mutter von mehr als zehn Zigaretten steigt das Risiko für SIDS auf das siebenfache.

Schwere Folgen noch Jahre nach der Geburt

Neben den unmittelbaren Folgen des mütterlichen Rauchens gibt es eine Reihe von Belastungen, die erst später zutage treten, heißt es in der Stellungnahme der Stiftung Kindergesundheit. Nach Untersuchungen in Schweden erhöhen schon 10 Zigaretten das Risiko für die ungeborenen Kinder um 50 Prozent, später an Leukämie oder anderen Krebsarten zu erkranken.

Hat die Mutter während der Schwangerschaft geraucht, liegt das Risiko für ihr Kind, später Verhaltensauffälligkeiten, Lernstörungen und Hyperaktivität zu entwickeln, bei 22 Prozent, während Kinder von Nichtraucherinnen nur zu acht Prozent von einem solchen Schicksal betroffen sind.

Am besten wäre es natürlich, wenn jede Frau, die sich ein Kind wünscht, bereits vor Eintritt der Schwangerschaftauf Zigaretten verzichten würde. Doch auch während der Schwangerschaft ist es dazu nicht zu spät. Die Stiftung Kindergesundheit betont: Je früher eine Schwangere das Rauchen aufgibt, desto größer sind die Chancen, dass ihr Baby normalgewichtig und ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Welt kommt.

 

 

Verzicht auf die Zigarette lohnt sich immer

Professor Dr. Berthold Koletzko präzisiert: „Jede nicht gerauchte Zigarette ist ein Gewinn für das Baby. Der Verzicht auf die Zigarette lohnt sich immer, selbst noch kurz vor der Geburt. Für die häufig gehörte Behauptung, der plötzliche Rauchstopp in der Schwangerschaft würde das Ungeborene belasten, fehlt jede wissenschaftliche Bestätigung. Auch die unangenehmen Entzugserscheinungen, die in den ersten Tagen nach dem Verzicht auf Zigaretten bei der Mutter auftreten können, sind nicht zu vergleichen mit der Befürchtung, dem Baby durch das Rauchen möglicherweise dauerhaften Schaden zugeführt zu haben“.

 

Für Schwangere, die vom Rauchen loskommen wollen, sind die Alternativen allerdings begrenzt, da man in dieser Zeit auf die Einnahme von Medikamenten nach Möglichkeit verzichten sollte:

  • Am einfachsten geht es mit der radikalen Methode: Man hört schlagartig mit dem Rauchen auf. Bei dieser Methode gibt es die wenigsten Rückfälle. Am besten fasst man diesen Entschluss zusammen mit dem Partner.
  • Bei der langsamen Reduzierung des Rauchens sollte man sich vornehmen, erst auf unter zehn, dann auf unter fünf Zigaretten pro Tag zu kommen (um am Ende vielleicht doch noch ganz aufzuhören). Auch hierbei kann die Unterstützung durch den Partner eine große Hilfe sein.

Auch wer stillt, sollte lieber nicht rauchen

Selbst wenn es ihnen gelungen ist, während der Schwangerschaft auf Zigaretten zu verzichten, fangen viele Raucherinnen schon kurz nach der Entbindung wieder an zu rauchen. Doch während der Stillzeit sind Babys von rauchenden Eltern doppelt belastet: Zum einen durch die schadstoffbelastete Muttermilch, zum anderen durch die rauchgeschwängerte Raumluft.

Nikotin ist fettlöslich, gelangt sehr schnell in die Muttermilch und erreicht dort dreifach höhere Konzentrationen als im Blut. Die unmittelbare Folge sind schlechtes Trinken, Unruhe, Koliken, Erbrechen und unbefriedigende Gewichtszunahme.

„Dennoch möchten wir auch Raucherinnen weiterhin zu Stillen raten“, betont Professor Koletzko. „Die Ernährung an der Brust bringt für das Baby und seine Entwicklung viele Vorteile.

Deshalb ist es trotz aller Bedenken immer noch besser, zu rauchen und zu stillen als zu rauchen und nicht zu stillen“.

 

 

Rauchende Partner und KollegInnen müssen Rücksicht nehmen!

Leider wird die Gesundheit von Ungeborenen und Babys nicht nur von den Zigaretten der Mutter bedroht, sondern auch durch die Schadstoffe aus dem Zigarettenrauch des Vaters und der Umgebung. Die Stiftung Kindergesundheit fordert deshalb mehr Aufklärung über die Gefahren des Passivrauchens. Notwendig seien auch qualitätsgesicherte Beratungsangebote für Schwangere über die Folgen des Rauchens sowie effektive Entwöhnungsprogramme in Arztpraxen und Kliniken vor, während und nach der Schwangerschaft, um die Gesundheit der Kinder und ihrer Eltern aktiv zu schützen.

Professor Koletzko: „Genauso wie es selbstverständlich ist, einer Schwangeren in der Straßenbahn seinen Platz anzubieten, genauso selbstverständlich müsste es werden, in Gegenwart einer schwangeren Frau nicht zu rauchen. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Rauchen in Anwesenheit von Schwangeren und Kindern kommt einer Körperverletzung gleich.“

 

Quelle: Stiftung Kindergesundheit

Rauchen schadet der Gesundheit


Bei den Frauen beeinflusst Nikotin das Zyklusgeschehen. So ist etwa die Chance eine erfolgreiche künstliche Befruchtung bei Raucherinnen deutlich geringer als bei Nichtraucherinnen. In der Schwangerschaft gilt Folgendes: Speziell bei Raucherinnen wird durch Nikotin die Wehentätigkeit angeregt und es kommt häufiger zur vorzeitigen Plazenta- Ablösungen und Früh- oder Fehlgeburten. Die Zahl der Totgeburten ist bei Raucherinnen zwei- bis dreimal so hoch wie bei Nichtraucherinnen.

 

Raucherbabys habens schwerer

Für das Neugeborene hat das "Passivrauchen im Bauch" ebenfalls Folgen. In zahlreichen Studien wurde das verminderte Wachstum von Raucherbabys nachgewiesen. Sie weisen zudem auch ein geringeres Geburtsgewicht auf als Kinder von Nichtraucherinnen. Eine US-amerikanische Untersuchung stellte eine verzögerte geistige Entwicklung und einen deutlich niedrigeren Intelligenz-Quotienten (IQ) dieser Kinder fest. Sie leiden häufiger unter Allergien und Asthma und haben ein dreifach erhöhtes Risiko für Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität. Der Tabakrauch im Blut von Ungeborenen könnte zudem den Grundstein für spätere Leukämie- oder andere Krebserkrankungen im Kindesalter legen. Mögliche Folgen sind des Weiteren Herzschäden und Missbildungen am Gaumen. Schon fünf Zigaretten pro Tag können für eine solche "Mangelgeburt" verantwortlich sein. Das Deutsche Grüne Kreuz rät deshalb dringend, das Rauchen in der Schwangerschaft oder noch besser etwa ein Jahr vor einer geplanten Schwangerschaft aufzugeben.


Schnelltest erkennt Gefahren

Wissenschaftlich nachgewiesen ist auch die deutliche Zunahme der Häufigkeit des "Plötzlichen Kindstods" (sudden infant death syndrom= SIDS). Neben anderen Faktoren wie dem Schlafen des Säuglings in Bauchlage, der Überwärmung des Kindes im Kinderbett und der Tatsache, dass die Mutter nicht stillt, stellen der Tabakkonsum der Mutter, aber auch Passivrauchen einen wesentlichen Risikofaktor dar. In Deutschland stirbt eins von 1.000 lebend geborenen Babys am plötzlichen Kindstod, so Kinderarzt Dr. Thomas Nüßlein von der Bochumer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität. Aus diesem Grund hat er einen Schnelltest (Cotinin-Messung) entwickelt, der Schwangeren zeigt, wie stark sie dem Tabakrauch ausgesetzt sind. Cotinin als Stoffwechselprodukt des Nikotins lässt sich im Urin der Mutter und im ersten nach Geburt ausgeschiedenen Darminhalt des Neugeborenen feststellen.

Ähnlich wie bei einem Cholesterin-Test aus der Apotheke können Schwangere selbst, aber auch Ärzte und Hebammen exakt, schnell und ohne apparativen Aufwand den Wert feststellen, um dann noch rechtzeitig gegensteuern zu können. Ein hoher Wert sollte die Mutter motivieren, ihren eigenen Tabakkonsum zu verringern, aber auch darauf zu achten, dass ihre Umgebung vermehrt Rücksicht nimmt, hofft der Kinderarzt. Wenn der Test, an dem Dr. Nüsslein arbeitet, allgemein verfügbar werden sollte, werden zukünftig die Chancen für Babys steigen, dem plötzlichen Kindstod zu entgehen.

 

Quelle: dgk.de

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