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Ungeklärte Bauchschmerzen bei Kindern – Seele in Not?

c) Elternherzen.de

05.03.2014  - „Bauchschmerzen sind bei Kindern das, was bei Erwachsenen Kopfschmerzen sind“, so die Beobachtung einer Kinderärztin. Etwas salopp ausgedrückt, ist es dennoch zutreffend. „Bei Kindern unter 11 Jahren sind wiederkehrende Bauchschmerzen die am häufigsten genannten Schmerzen. Danach werden sie von Kopfschmerzen abgelöst“, erklärt Dr. Marco Daniel Gulewitsch, Psychologe an der Universität Tübingen, Abteilung für Klinische Psychologie. Wie bei Erwachsenen können auch bei Kindern Anspannung oder Angst zu Schmerzen führen. Doch ganz so einfach ist es oft nicht.

Funktionelle Störungen: Zusammenspiel mehrerer Faktoren
Werden keine ausreichenden medizinisch-organischen Ursachen gefunden, sprechen Psychologen und Mediziner von „funktionellen“ Störungen. Auch das Reizdarmsyndrom gehört dazu. Das Fehlen organischer Ursachen bedeutet aber im Umkehrschluss nicht automatisch, dass die Beschwerden psychisch bedingt sind. „Wir gehen davon aus, dass häufige Bauchschmerzen ohne eine zugrunde-liegende Erkrankung aus einem komplexen Zusammenspiel körperlicher, psychischer und sozialer Faktoren entstehen“, so Gulewitsch.

Schmerzwahrnehmung spielt zentrale Rolle
Aus Studien wisse man, dass zu Beginn häufig eine Infektion oder eine Entzündung stand, und die Beschwerden trotz überstandener Erkrankung nicht ganz weggingen. Bedingt durch zunächst krank-heitsbedingte Bauchschmerzen können durch die anhaltende Reizung bestimmte Nervenzellen in den Bauchorganen sensibilisiert werden – die Wahrnehmungs- und Schmerzschwelle sinkt. Psychische Faktoren wie Angst, Depressivität oder anhaltende Stressbelastung können darüber hinaus ebenfalls zu einer Absenkung der Wahrnehmungs- und Schmerzschwelle der Bauchorgane führen. Dabei spielen vermutlich bestimmte Hormone eine Rolle. Durch die nun ständigen Beschwerden wird die Aufmerksamkeit auf die Schmerzen gelenkt und die Wahrnehmung weiter verstärkt. Die andauernde Belastung erzeugt wiederum Sorgen und Ängste – es entsteht ein Teufelskreis. Auch die besondere Zuwendung, die das Kind bei der Schmerzäußerung erfährt, kann dazu beitragen, dass die Beschwerden unbewusst weiter aufrechterhalten werden.

Was können Eltern tun?
Nicht jedes Kind mit andauernden Beschwerden ist behandlungsbedürftig. „Oft hilft es bereits, wenn Eltern den Alltag des Kindes unter die Lupe nehmen und Stress reduzieren“, erklärt Gulewitsch. Zudem empfiehlt er Eltern, die Selbstfürsorge ihrer Kinder zu stärken, anstatt sie ständig zu umsorgen. Die kleinen Patienten sollen langsam aus der passiven Rolle rauskommen, und in dem Rahmen, der möglich ist, Bewältigungsstrategien finden. Und bei manchen Bauchweh-Patienten schließlich kann das Erlernen eines Entspannungsverfahrens helfen.

Unterstützung von Fachleuten
Kommen jedoch zu den Bauchschmerzen noch psychische Symptome wie Ängstlichkeit, Sorgen oder Niedergeschlagenheit, sollte Hilfe in Anspruch genommen werden. Gulewitsch: „Wir wissen dass funktionelle Schmerzsyndrome eine große Überlappung mit Angststörungen und Depression haben. Das betrifft aber nur einen Teil der Kinder.“ Ers-ter Ansprechpartner ist zunächst der Kinderarzt, der möglicherweise einen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten oder aber einen Kinder-Gastroenterologen für die Behandlung hinzuzieht.

Kleinkinder – wenn bei Kopfschmerzen der Bauch zwickt
Für eine Überraschung sorgen manchmal Kleinkinder. Denn bei ihnen kann der Grund für das Bauch-grimmen ganz woanders im Körper liegen. So klagen sie vielleicht über Bauchschmerzen, obwohl eigentlich der Kopf weh tut. Experten erklären das mit dem noch unzureichend ausgeprägten Körper-schema. Was für uns selbstverständlich ist, müssen die Knirpse erst lernen: Die Wahrnehmung und die Vorstellung vom eigenen Körper klaffen bei ihnen noch weit auseinander.

 

Quelle: www.drk.de

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