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Vegetarische Ernährung: Schwangere, Stillende und Babys

Der erhöhte Nährstoffbedarf in Schwangerschaft und Stillzeit lässt sich mit einer abwechslungsreichen und vollwertigen ovo-lacto-vegetarischen Ernährung gut decken, denn pflanzliche Lebensmittel haben eine hohe Nährstoffdichte, das heißt: viele Nährstoffe bei relativ wenig Energie. Trotzdem gibt es besonders in der Schwangerschaft kritische Nährstoffe, für die teilweise Nahrungsergänzungsmittel empfohlen werden. Bedingt durch den Verzicht auf Fleisch sollten Vegetarierinnen auf ihre Eisenversorgung achten, denn Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird weniger gut verwertet als tierisches Eisen. Vegetarier können aber viel dafür tun, dass die Aufnahme von pflanzlichem Eisen erleichtert wird. Der hohe Eisengehalt in Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten zum Beispiel wird durch Einweichen, Keimung und Fermentierung besser ausgenutzt. Vitamin C, das gleichzeitig aufgenommen wird, hilft ebenfalls. Müsli mit Obst ist also eine gute Kombination. Zusätzliche Eisensupplemente sind nur dann notwendig, wenn vom Arzt ein Mangel festgestellt wurde. Die langkettigen Omega-3-Fettsäuren, die in der Mischkost vor allem durch Fisch aufgenommen werden, können Vegetarier durch pflanzliche Öle, wie Lein-, Walnuss- und Rapsöl bekommen. In Schwangerschaft und Stillzeit können auch Nahrungsergänzungsmittel notwendig sein, um den Bedarf sicherzustellen. Dagegen kann der Mehrbedarf von Folat und Jod kaum über die Ernährung gedeckt werden. Das gilt sowohl für die vegetarische Ernährung als auch für die Mischkost. Schon wenn der Kinderwunsch besteht, spätestens aber in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, sollte deshalb Folat durch entsprechende Präparate ergänzt werden. Neben der Verwendung von jodhaltigem Salz werden Schwangeren und Stillenden auch Jodsupplemente empfohlen. Für Vitamin D ist die Eigenproduktion in der Haut durch Sonnenlicht besonders wichtig. Vegetarier sollten daher besonders darauf achten, dass sie sich täglich mindestens 15 Minuten im Freien aufhalten. Auch für Babys ist es besonders wichtig, dass sie optimal mit allen Nährstoffen versorgt sind. Wer sich entscheidet, sein Kind von Anfang an - also nach dem Stillen - vegetarisch zu ernähren, sollte in den Anfangsbreien Vollkorngetreide verwenden. Auch bei Kindern ist eine gleichzeitige Fütterung von Vitamin C-reichen Lebensmitteln sinnvoll, um das pflanzliche Eisen besser auszunutzen. Dafür wird den Breien Saft oder Obstpüree beigemischt. Für die Versorgung mit Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren sind pflanzliche Öle, wie etwa Raps- und Sonnenblumenöl, für Kinder geeignet. Ansonsten gilt für die vegetarische Kinderernährung das gleiche wie für die nicht vegetarische. Als Nährstoffsupplemente sind Vitamin K, Vitamin D und Fluorid empfohlen. Weitere Empfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie für die Ernährung des Kindes im ersten Lebensjahr finden Sie unter www.gesundinsleben.de. Quelle Nora Moltrecht, www.aid.de

Soja und Säuglinge – das passt nicht zusammen

 

(pgk) Natürlich und pflanzlich – das kann doch nicht schaden, nur nutzen. So denken offenbar manche Eltern, die ihren Kindern beispielsweise aus Angst vor einer Milchallergie Sojamilch zu trinken geben. Auch wenn eine Mutter ihren Säugling nicht stillen kann, greift sie gerne auf entsprechende sojahaltige Säuglingsanfangsnahrung aus dem Drogerie- oder Supermarktregal zurück. Doch die Gabe von Sojamilchprodukten an Säuglinge ist durchaus mit Risiken behaftet. So warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): „Sojanahrung für Säuglinge sollte nur nach ärztlicher Empfehlung gegeben werden!“ 

Was ist der Grund für diese Vorsicht? Soja enthält sogenannte Phytoöstrogene – vornehmlich die Isoflavone Genistein und Daidzein. Dabei handelt es sich um Naturstoffe, die in ihrer chemischen Struktur Ähnlichkeit mit dem weiblichen Hormon Östrogen haben und wie weibliche Sexualhormone wirken. Hinzu kommt, dass diese Isoflavone nach Angaben des BfR in Säuglingsnahrung aus Sojaeiweiß in relativ hohen Mengen enthalten sind. So wurden bei Säuglingen, die mit Sojanahrung ernährt wurden, deutlich höhere Isoflavon-Konzentrationen im Blut nachgewiesen als bei Säuglingen, die gestillt wurden oder Kuhmilchnahrung erhielten. Außerdem enthält Sojanahrung neben Isoflavonen manchmal auch Phytat – einen natürlichen Pflanzeninhaltsstoff, der die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen beeinflusst.

Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei der Säuglingsernährung mit Sojamilch tatsächlich hormonelle Effekte auftreten können: bei Mädchen beispielsweise eine zu früh einsetzende Ausbildung der Geschlechtsmerkmale; bei Jungen wird befürchtet, dass die Hoden geschädigt werden. Die Grundlage für diese Annahmen bilden bislang allerdings nur Tierversuche. Wie sich die erhöhte Zufuhr an Isoflavonen bei Säuglingen auswirkt, ist deshalb nicht abschließend geklärt. Bei Versuchstieren gab es aber Hinweise, dass sich eine hohe Isoflavon-Zufuhr auf die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane, auf das Immunsystem und die Schilddrüse auswirkt. 

Das BfR betont zwar, dass sich Ergebnisse aus dem Tierversuch grundsätzlich nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen lassen. Aus Vorsorgegründen schließt sich das BfR aber der Empfehlung der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin an, wonach Säuglingsnahrung aus Sojaeiweiß kein Ersatz für Kuhmilch-produkte sei. Nicht oder nicht voll gestillte Säuglinge sollten sie nur in begründeten Ausnahmefällen und nach ärztlicher Empfehlung bekommen. Sojanahrung für Säuglinge sei nicht für die Ernährung gesunder Säuglinge gedacht. Sojanahrung sollte – vor allem über einen längeren Zeitraum – nur dann Säuglingen gegeben werden, wenn dies aus medizinischen Gründen geboten ist.

Solche medizinische Gründe sind nach Mitteilung des BfR zum Beispiel die seltenen Fälle von angeborenem vererbtem Laktasemangel und die ebenfalls seltene Stoffwechselstörung Galaktosämie. Eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) sei dagegen in der Regel kein Grund, laktosefreie Soja-Säuglingsnahrung zu verwenden. Auch Säuglingen mit Kuhmilchallergie – so empfiehlt die Ernährungskommission – sollte zumindest bei Behandlungsbeginn keine Sojanahrung gegeben werden. Gegebenenfalls können in solchen Fällen sogenannte speziell aufbereitete Eiweißhydrolysate verwendet werden. Sojaeiweiße dagegen können allergische Reaktionen auslösen und beugen also – entgegen manchen Annahmen – allergischen Erkrankungen keineswegs vor.

 

Quelle: www.dgk.de

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