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Breizeit

Matsch dich schlau!

Kinder, die auch mal mit ihrem Brei matschen dürfen, lernen schneller

Was nach großer Sauerei aussieht, hat einen tieferen Sinn. Kleinkinder, die mit ihrer Nahrung spielen, lernen schneller, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“, das sich dabei auf ein Forscherteam der Universität von Iowa, USA, beruft. Dort wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kinder, die im Hochstuhl sitzend viel mit Brei und Süppchen matschen durften, die Begriffe für das Essen schneller lernten als Kinder, die keine Gelegenheit hatten, sich damit zu beschäftigen. Der Rat der Forscher: Lasst die Kleinen matschen, denn so lernen sie! (Quelle: „Baby und Familie“ 2/2014)

Über den richtigen Zeitpunkt zur Einführung von B(r)eikost gibt es unterschiedlichstens zu lesen. Ab vier Monaten, ab sechs Monaten, zwischen dem siebten und zehnten Lebensmonat. Mit dem Durchschnittsalter 6 Monate fühlen sich viel Mütter wohl. Wenn du dich über den richtigen Zeitpunkt näher belesen willst, findest du hier ausgewählte Meinungen.

 

Einführung

Mit der Einführung des ersten Breis ersetzt du erst dann eine Milchmahlzeit, wenn dein Baby den gesamten Brei mit seiner vollständigen Rezeptur isst. Solange es dies noch nicht tut, erhält es nach dem Essen seine übliche Milch angeboten. Nach und nach verringerst du dabei die Menge. Ist der Brei eingeführt, sollte dein Baby noch mindestens eine Milchmahlzeit zu den drei Breimahlzeiten erhalten. Stillkinder erhalten weiterhin ihre gewohnten Stillmahlzeiten. Sind sie satt, werden sie dies signalisieren. Die Milchmenge sollte zusammen genommen noch 250 ml umfassen.

 

Die Einführung des Breis ist auch gleichzeitig der Beginn des Abstillens. Mütter die gerne weiterstillen möchten und befürchten, dass sich damit die Milchmenge reduziert bieten ihrem Baby vor dem Brei wie gewohnt die Brust an. Mütter mit reichlich Milch geben ihrem Baby nach Essen die Brust. Erst wenn sich dein Baby an dem Brei satt gegessen hat und der Brei die vollständige Rezeptur enthält lässt du die Milchmahlzeit weg. Manche Mütter stillen noch lange zu den Mahlzeiten. Mit Muttermilch kannst du dein Baby nicht überfüttern.  

 

Du beginnst mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei um die Eisenversorgung deines Babys zu sichern. Biete zunächst einige Löffel Gemüse an, nach einigen Tagen nimmst du Kartoffeln dazu. Dann das Öl, das Fleisch und zuletzt das Obst jeweils im Abstand von einigen Tagen. Obst ist wichtig, damit der Körper das Eisen aus dem Fleisch besser aufnehmen kann. Das Obst kannst du auch als Dessert füttern gleich nach dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Das Vitamin C muss nur zusammen verdaut werden.

 

Selbst gemacht

Gemüse, Kartoffeln und das zerkleinerte Fleisch (Hackfleisch) zusammen in einem Topf mit ausreichend Wasser garen. Wenn du das Wasser abgiest, behalte etwas von dem Sud zurück, damit du später die Konsistens des Breis nach deinem Belieben verändern kannst. Das Öl wird kalt dazu gegeben, dann wird der Brei zerdrückt oder püriert. Je nach Alter deines Babys kannst du den Brei weniger zerdrücken bzw. kleine Stückchen beibehalten. Die Gemüse- und Kartoffelmengel kannst du erhöhen, wenn dein Baby mehr essen möchte als im Rezept angegeben. Bei der Breeinführung verwendest du immer nur eine Sorte Gemüse, Beilage oder Fleisch bzw. Fisch, um besser nachvollziehen zu können, was dein Baby eventuell nicht verträgt. Dennoch kannst du nach und nach die Zusammenstellung variieren. Dadurch erhöhst die Vielfalt der Nährstoffe und es kommt seltener zu einem Aufbau von Nahrungsunverträglichkeiten durch einseitige Ernährung. Beginne zunächst nur mit einem Gemüse, dann nach einigen Tagen fügst du die Beilage hinzu und nach wieder nach einigen Tagen das Fleisch. Fleisch dient ab dem siebten Monat als Eisenlieferant. Für Vegetarier, die auch ihr Baby fleischlos ernähren möchten, bieten sich Hirse- oder Haferflocken an. 

 

Der Obst-Getreide-Brei wird zunächst mit dem puren Obstpüree eingeführt. Nach einigen Tagen kannst du das Getreide dazunehmen. Dieses wird mit Wasser angerührt oder aufgekocht und wird ausgequollen verwendet. Dann folgt wieder nach einigen Tagen das Öl. Kennt dein Baby das Öl und Obst bereits aus dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei kannst du gleich die ganze Rezeptur verwenden.  

 

Beim Kauf von Getreideflocken solltest du auf glutenfreie und glutenhaltige Sorten achten. Manche Menschen vertragen kein Gluten. Einfluss auf die Unverträglichkeit von Gluten durch die verzögerte Einführung von glutenhaltigem Getreide konnte  die Forschung noch nicht nachweisen. Es wird jedoch empfohlen, kleine Mengen glutenhaltiger Getreide von Beginn an zu füttern. Stillen hat einen positiven Einfluss auf die Verträglichkeit von Getreide bei seiner Einführung. Hafer und Gerste sind schwach glutenhaltige Getreidesorten und bieten sich für die Einführung an.

 

Als dritte Breimahlzeit wird der Milch-Getreide-Brei eingeführt. Dies geschieht erst dann, wenn dein Baby den Gemüse- und den Obstbrei innerhalb eines Tages aufgegessen hat. Da Milch das höchste Risiko aufweist nicht vertragen zu werden, solltest du diesen Brei als letztes einführen, wenn du dazu eine neue Milch einführen musst. 

  • Du kannst auch tiefgefrorenes Gemüse verwenden, wenn es keine weiteren Zutaten enthält.
  • Praktischer ist es, wenn du gleich größere Mengen kochst und sie dann einfrierst.
  • Vorgekochte Mahlzeiten nur einmal wieder erwärmen und nur einen Tag im Kühlschrank aufheben. Zur Haltbarkeit von Lebensmitteln kannst du dich hier informieren.
  • Manche Babys lehnen zunächst das Gemüse ab und bevorzugen Süßes. Dann kannst du auch mit dem Getreide-Obst-Brei beginnen. Verwende eisenreiches Getreide wie Hirse oder Hafer und gebe bald keine Milch mehr zu dieser Mahlzeit, da Milch die Eisenaufnahme verschlechtert. Stille am besten ein bis zwei Stunden vor oder nach dieser Mahlzeit.
  • Kuhmilch sollte erst nach dem ersten Geburtstag verwendet werden. Hier unterscheiden sich jedoch die Meinungen. Manche Breirezepturen enthalten Kuhmilch, die zur Häfte mit Wasser gemischt wird. Wenn Unverträglichkeiten bekannt sind, sollte man darauf besser verzichten. Weitere Lebensmittel die erst nach bestimmten Monaten bzw. einem Jahr gefüttert werden sollten, kannst du hier nachlesen.
  • Biete deinem Kind von Anfang an Wasser zum Trinken an. Mangel an Flüssigkeit ist die häufigste Ursache für Verstopfungen nach Beginn der Breizeit. Richtig Trinken will auch gelernt sein. Hier erfährst du mehr.

Selbst gekauft

 

Beim Kauf von Gläschen kannst du auf bestimmte Dinge achten. Orientiere dich nicht an frühen Altersangaben die auf dem Gläschen stehen, sondern richte dich nach den vom Forschungsinstitut für Kinderernährung empfohlenen Angaben.

Der Inhalt dieses Artikels basiert auf der Eltern-Info "Einführung von Beikost" der Elwin Staude Verlag GmbH aus der Reihe Hebammenzeitschriften.

 

Die vollständige Ausgabe erhälst du von deiner Hebamme oder kannst du hier bestellen.

Trinkbreie sind nichts für Babys: Brei gehört auf den Löffel - nicht in die Flasche

Brei ist nicht für die Flaschenfütterung geeignet, so die Meinung der Experten des Netzwerks "Gesund ins Leben". Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Netzwerks, warnt vor "Trinkbreien", "Trink-Mahlzeiten" und "Gute-Nacht-Fläschchen". Sie können Karies und Übergewicht fördern und stören das allmähliche Erlernen gesundheitsfördernder Essgewohnheiten.

 

Wer schon einmal ein Baby mit Brei gefüttert hat, weiß wie lange die Umstellung von Muttermilch oder Flaschenmilch auf das Löffeln von Brei dauern kann. Dass Babybreie zunehmend als Trinkbreie angeboten werden, zum Beispiel in den Geschmacksrichtungen Banane-Apfel mit Reis, Keks, Getreide oder Schokolade, erscheint äußerst praktisch. Doch wer glaubt, seinem Baby damit etwas Gutes zu tun, der irrt. Löffeln lernen ist wichtig für die altersgerechte Entwicklung eines Babys. Außerdem werden diese Produkte leicht mit Säuglingsmilchnahrungen verwechselt und können damit zu Fehlernährung führen, "Trinkbreie sind Beikost", sagt Koletzko. "Ihr Energiegehalt liegt sehr weit über der empfohlenen Menge von 60 bis 70 kcal/100 ml für Flaschennahrung." Die Mehrzahl dieser Trinkbreie liegt mit 80 bis 110 kcal pro 100 ml deutlich darüber. Das Risiko ist groß, dass ein Säugling mit den genannten Produkten überfüttert wird.

 

Vor dem Hintergrund, dass mehr als 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig sind - 50 Prozent mehr als 1999 - sollte nach Meinung von Koletzko ein Zuviel an Kalorien unbedingt vermieden werden. Zahlreiche Studienergebnisse beweisen, dass eine zu hohe Gewichtszunahme gerade im Säuglings- und Kleinkindalter später mit einem erhöhten Risiko für starkes Übergewicht verbunden ist. "Beikost ist ein neuer Abschnitt im Leben des Babys", unterstreicht Maria Flothkötter, die Projektleiterin des Netzwerks "Gesund ins Leben": "Die Fütterung mit dem Löffel erfordert ein wenig Geduld, aber es lohnt sich. Denn schließlich muss das Kleinkind diese unbekannte Technik erst lernen". Langes Herumnuckeln am Fläschchen mit Trinkbreien erhöht zudem die Gefahr für Frontzahnkaries (Nuckelflaschenkaries). Auch kann der empfindliche, allmähliche Lernprozess des Essens halbfester und fester Speisen ernsthaft gestört werden, wenn das altersgerechte Essen von Brei mit dem Löffel unterbleibt. Das Netzwerk "Gesund ins Leben" empfiehlt zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat mit der Beikost zu starten, während die Babys gleichzeitig noch weiter Muttermilch bekommen. Flothkötter rät zu einem Start mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zur Mittagszeit, allerdings auf dem Löffel.

 

Quelle Christine Röger, www.aid.de

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